Was sind gute Fotos?

Diese Frage beschäftigt mich schon etwas länger. In letzte Zeit habe ich immer öfter Diskussionen zu Bildern gesehen in der völlig kontroverse Meinungen aufeinander trafen. Natürlich ist so eine Frage sehr subjektiv aber genau da möchte ich ansetzen.

Wieso finden die einen ein Bild extrem gut, die anderen halten es für langweiligen Standard. Es kommt natürlich auf den eigenen Standpunkt an. Sehr viele Bilder, natürlich auch von mir selbst, die ich langweilig finde, wirken auf “Nicht-Fotografen” wie Topbilder.
Auch mein eigener Anspruch und damit meine “Definition” für ein gutes Bild steigt verändert sich ständig.

Es gibt Fotografen die auf einem so hohen Level sind, technisch gesehen, das die wiederum in den Hintergrund gerät und die Kreativität wieder eine sehr viel größere Rolle spielt als die technische Umsetzung. Leider kann auch ich persönlich nichts mit dieser “Kunst” anfangen die technisch total daneben ist. Ein Nichtssagendes technisch schönes Portrait gibt mir einfach mehr als eine Message welche man in einem “hässlichen” Bild findet.

“Man sollte neue Wege gehen!”

Ja, natürlich, bin dabei… aber ist es automatisch gut, nur weil es vor mir noch keiner so gemacht hat?

Ich persönlich sehe mich noch so weit unten auf meiner fotografischen Entwicklungsleiter das ich froh bin meine geklaute Ideen umgesetzt zu bekommen. Ich sauge nach wie vor jeden Funken Wissen auf, sehe mir Tutorials an, lese fast täglich in diversen Foren und lerne neues dazu, auch ohne die Kamera in der Hand zu haben.
Leider ertappe ich mich aber auch ab und zu dabei lieber ein sicheres Foto zu machen statt etwas neues zu testen. So kann man sich natürlich nicht weiter entwickeln, höchstens routinierter/selbstbewusster werden.

Für dieses Jahr nehme ich mir vor sehr viel mehr zu testen und zu probieren. Denn auch negative Erfahrungen bringen einen weiter.

So wünsche ich ein probierfreudiges und testreiches neues Jahr!

Kommentare
  1. Nico sagte:

    Beachtenswerter Post.Habe ein paar gute Denkanstoesse gekriegt. Warte auf weitere Posts.

  2. Daniel sagte:

    Diese Denkweise kommt mir sehr bekannt vor. Auch ich mache (unbewusst) immer “sichere” Fotos, anstatt etwas zu experimentieren

    Deshalb mag ich Zack Arias z.B. sehr, da er immer wieder betont, während eines Shootings einfach mal um das Model + Licht im Kreis herumzugehen (ohne das sich Model und Licht vom Ort und Blickrichtung verändern) und Fotos zu machen. Nicht selten sind sehr interessante Ergebnisse dabei.

    Bei der Bildbearbeitung geht es weiter – muss ein Bild immer klinisch rein sein, muss immer was weggestempelt werden? Kann der Hintergrund nicht auch mal nervös sein, wenn es zum Bild beiträgt? Ich denke bei der Bildbearbeitung auch (leider) zu oft an die Wirkung auf andere, was aber nicht der richtige Weg ist (es sei denn es ist ein Auftrag, dann muss es natürlich dem Kunden gefallen) – viel öfter müsste ich mal Fotos für MICH bearbeiteten…..

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